Archivio
09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17

Vademecuum
10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17

Le nostre news

Deaflymics 2013: Gold für Renate Telser auch auf dem Mountainbike

05.08.2013

Deaflymics 2013: Gold für Renate Telser auch auf dem Mountainbike

Renate Telser ist eine der besten Radfahrerinnen der Welt. Und Renate Telser ist ein Vorbild für den Sport und die Jugend. Als Gehörlosensportlerin kämpft die sympathische Athletin aus dem Vinschgau nicht nur gegen ihr Handicap an, sondern ist auch noch im internationalen Radsport äußerst erfolgreich. Bei den 22. Deaflymics (Sommerspiele für Gehörlose) in Sofia (Bulgarien) holte die Schwester von Colnago-Teammanager Edmund nach Gold und Silber auf der Straße nun auch noch Gold im Cross-Country Mountainbikerennen.

Ehrgeiz, Leidenschaft und Erfolg
Schon früh in ihrer Jugend musste sich Renate Telser behaupten. Und sie musste sich durchsetzen, um gehört zu werden. Dies ohne selbst hören zu können. Daraus ist für die junge Südtirolerin mit dem Ausnahmetalent fürs Radfahren eine Stärke geworden. Und was für eine. Waren es in der vergangenen Woche schon die Gold- und Silbermedaille auf der Straße (Massenstart und Einzelzeitfahren), so kam nun auch noch Gold auf dem Mountainbike dazu. Bereits zu Beginn des Rennens setzte sich Renate Telser an die Spitze und kam am Ende alleine ins Ziel. Mit 15 Sekunden Rückstand folgten die Deutsche Isabelle-Sophie Boberg vor der Japanerin Kumi Hayase. Edmund Telser, Bruder von Renate und seit kurzem als offizieller Team-Coach für das Schweizer MTB-Damennationalteam unterwegs, kann den Erfolg kaum fassen: „Wir alle im Team freuen uns für Renate. Sie ist schon länger kaum mehr Rennen gefahren, brauchte eine Nachdenkpause. Nun ist sie wieder da und voll motiviert. Der Erfolg gibt ihr Recht. Wir alle und unsere ganze Familie freuen uns.“

Kampfgeist und Vielseitigkeit
Wie Angehörige und Insider der Szene wissen, kann Renate kämpfen. So hat sie sich vor knapp drei Jahren mit ihrer Team-Kollegin Nathalie Schneitter einen vielbeachteten Sieg beim MTB-Etappenrennen Cape Pioneer in Südafrika geholt. Mit voller Wucht war Renate auf der vierten Etappe auf einen vor ihr gestürzten Fahrer aufgefahren und selbst zu Sturz gekommen. Schmerzgeplagt und nur mit Hilfe ihrer Teamkollegin konnte Renate nach einiger Zeit das Rennen fortsetzen und sich ins Ziel kämpfen. Am Ende konnte das Duo Schneitter/Telser das Rennen noch gewinnen und dies bei einer angebrochenen Rippe von Renate Telser.
Für Renate Telser ist die Goldmedaille bei den Deaflymics 2013 das insgesamt vierte olympische Edelmetall in ihrer Karriere. Neben Gold und Silber auf der Straße holte sie bereits 2007 bei den Winterspielen von Deaflympic Bronze im Skilanglauf.

Redaktion: Dr. Josef Bernhart
Foto (privat): Südtirols Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder gratuliert Renate Telser zu ihren Erfolgen

Pinocchio in bici
I nostri partner