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„Ich bin wieder da“

20.05.2013

„Ich bin wieder da“

Eva Lechner gewinnt das Weltcuprennen im deutschen Albstadt

19.05.2013 | Albstadt gilt als Perle auf der schwäbischen Alb. Mit viel Natürlichkeit und Herzlichkeit. Am Pfingstwochenende 2013 war es allerdings mit der Gemütlichkeit vorbei. Der Weltcup im Mountainbike wurde erstmals in Albstadt ausgetragen und es war der Auftakt in die Rennsaison. Und was für einer aus Südtiroler Sicht. Eva Lechner vom Colnago-Pro-Cycling-Team gewann das Rennen eindrucksvoll.

Wunschsieg auf der Alb
Es war zwei Runden vor Schluss, als sich für alle Fans von Eva Lechner das ganz große Rennen abzeichnete. Wer auf RedBull-TV die Liveübertragung verfolgte, sah eine angriffslustige Südtirolerin, die sich immer ganz vorne platzierte. Eine Vierergruppe hatte sich inzwischen vom restlichen Fahrerfeld abgesetzt. Neben Eva Lechner Katrin Leumann aus der Schweiz, die Slowenin Tanja Zakeli und Maja Wloszczowska aus Polen. Slow-Motion-Einstellungen zeigten die Colnago-Fahrerin technisch raffiniert, in den Abfahrten souverän und im Anstieg kraftvoll. Immer am direkten Weg, nie auf der sogenannten „Outside-Line“. Das gab Hoffnung. Doch die Konkurrentinnen waren stark. Vor allem Wloszczowska blieb hartnäckig und griff immer wieder an. Eva Lechner konterte jedoch sofort. So geschehen auch in der entscheidenden letzten Runde. Ein Kraftakt der Polin, Überholmanöver und der Konter von Eva Lechner. Danach geht alles ganz schnell. Eva Lechner setzt sich leicht ab und kommt als Siegerin (Gesamtzeit: 1.33:52) mit einem Vorsprung von acht Sekunden auf Wloszczowska und mit 16 Sekunden auf Leumann ins Ziel. Inzwischen hatte leichter Regen eingesetzt und die Strecke besonders rutschig gemacht. Mehrere Fahrerinnen kamen zu Sturz.

Tränen der Freude
Im Ziel konnte Eva Lechner ihren Sieg kaum glauben. „Es war ein super Start, aber auch ein harter Kampf bis zum Schluss“, sagte eine sichtlich gerührte Eva Lechner. Drei Jahre hat es gedauert, bis Eva Lechner wieder ein Weltcuprennen gewinnen konnte. 2010 im belgischen Houffalize hatte die Südtirolerin ihren ersten und bis dato einzigen Weltcupsieg als Elitefahrerin im MTB-Cross Country eingefahren. Befragt nach ihrem Gefühl, nach einem doch insgesamt schweren Jahr 2012 wieder derart eindrucksvoll zurück zu sein, antwortete Eva Lechner klar und bestimmt: „Ich glaubte an den Sieg und ich wollte den Sieg. Das war entscheidend heute.“ Als Siegerin des ersten Weltcuprennens startet Eva Lechner nun auch als Weltcupführende in den nächsten Bewerb, der bereits in einer Woche im tschechischen Nove Mesto stattfindet.

Gute Erinnerungen an Alpstadt
An Albstadt wird sich Eva Lechner noch lange erinnern. Dabei hatte sie schon im Vorfeld von positiven Erfahrungen in der Sportstadt auf der schwäbischen Alb berichtet.
So gibt es dort seit vielen Jahren bereits etablierte Rennen wie den Albstadt-LBS-Bike-Marathon, die Sparkasse-TRANS-Zollernalb und das Albstadt-Frauenetappenrennen. „Dort bin ich schon 2007 im Italienmeistertrikot gestartet“, sagte Eva Lechner vor dem Weltcupwochenende. „Ich habe gute Erinnerungen an Albstadt. Es ist dort immer gut gelaufen und ich konnte auf mich aufmerksam machen und war auch schon am Podium.“ Mit dem Weltcupsieg ist nun ein unvergessliches Erlebnis hinzugekommen.

Text: Dr. Josef Bernhart
Bilder (EGO-Promotion): Siegerin Eva Lechner beim Weltcupauftakt in Albstadt

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